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Man könnte glauben, dass sich der gute alte Desktop-PC langsam verabschieden wird. Laptops werden immer schneller, schicker, innovativer, kleiner, leichter und halten länger durch. Dank W-Lan oder Internetsticks, welche mit einer Handy-Simkarte bestückt werden, gibt es das Überall-Internet, und DVB-T ermöglicht das Überall-Fernsehen. Die hochauflösenden TFT-Displays haben mittlerweile eine LED-Hintergrundbeleuchtung, welche stromsparend ist und mithilft, die ohnehin schon mehrstündige Laufzeit der Akkus noch zu verlängern. Blu-Ray-Laufwerke, die selbstverständlich auch alle herkömmlichen Medien brennend und abspielend verarbeiten, bieten zusammen mit einem brillianten 1920x1080 Full-HD-Display die Möglichkeit, Filme der blauen Scheiben auch unterwegs abzuspielen, selbstverständlich mit 7.1 Sound, welcher mit erstaunlich gewaltiger Wucht aus den kleinen Laptop-Boxen schallt, welche einst für ihren flachen, leicht quäkenden Sound bekannt waren. Überhaupt haben Laptops alle Grenzen überschritten: Quad-Core Prozessoren, leistungsstarke Grafikkarten und ein Arbeitsspeicher von mehreren Gigabyte machen auch aufwändige Bild- und Videobearbeitung möglich; anspruchsvolle Gamer werden mit High-End-Gamer-Laptops bedient. Der normale Computernutzer möchte ins Internet gehen, Briefe und E-Mails schreiben, Fotos und Videos anschauen und Musik hören. Für ihn gibt es Einteiger-Laptops, welche für die genannten Aufgaben sehr gut gerüstet sind und oft nur einen Bruchteil des Preises kosten, für den Spitzenmodelle zu haben sind. Oftmals lohnt es sich auch, nach einem Auslaufmodell zu greifen und so ordentlich Geld zu sparen. Das Überall-Internet hat zudem eine völlig neue Laptop-Generation ins Leben gerufen: Das Netbook ist klein, leicht, sieht frech aus, hat einen leistungsstarken Akku und passt in jede Handtasche. Es ist sicher nicht zu Höchstleistungen fähig, aber das ist auch gar nicht seine Aufgabe. Kommunikation und Information sind die Genres, welche durch Netbooks hervorragend bedient werden. Naht somit das Ende der großen grauen Kästen, welche Desktop heißen und einen ganzen Schreibtisch für sich beanspruchen? Es sieht nicht so aus; das triste Einheitsgrau verwandelte sich in elegantes Schwarz, und auch bunte Farben hielten Einzug vor allem in die Zimmer von Teens und Twens. Und der Prototyp des Personalcomputers ist seinen kleinen handlichen Nachfolgern in punkto Performance immer um eine Nasenlänge voraus. Er ist nicht totzukriegen: Laptops sagt man nach, dass sie nicht so eine sehr lange Lebensdauer haben, die große Schwachstelle ist das Display. Versagt es seinen Dienst, ist dies gleichbedeutend mit einem wirtschaftlichen Totalschaden, denn ein Austausch lohnt sich in der Regel nicht. Der große Bruder lässt sich leicht aufrüsten, die Peripherie besteht aus Einzelkomponenten und ist kinderleicht austauschbar, und viele bevorzugen die Mouse dem Toucpad und können sich mit einer Notebooktastatur einfach nicht anfreunden. Ein externes Display verspricht außerdem eine gegenüber dem Laptop wesentlich entspanntere Sitzhaltung. Fazit: Es gibt ihn noch, den Desktop-PC, obwohl der Laptop mächtig aufgeholt hat. Der Tend geht zu beidem: Einen Desktop für den Schreibtisch mit hoher Performance für anspruchsvolle Anwendungen und Spiele, und den Laptop für das mobile Computing. Und so werden Laptop und Desktop wohl noch einige Zeit jeder für sich eine Reihe in den großen Elektronikmärkten beanspruchen. |