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Vor ein paar Jahren, als die Einführung der ersten digitalen Spiegelreflexkameras die Fotografie völlig umzukrempeln begann, waren die Geräte entweder nicht für Jedermann bezahlbar oder sie waren so einfach ausgestattet, dass die Fotos nicht einmal annähernd die Qualität ihrer analogen Vorgänger erreichten. Die Weiterentwicklung dieser Geräte hat dazu geführt, dass analoge Kameras heute nahezu vollständig vom Markt verdrängt wurden und man in Preisklassen von 50€ bis hin zu mehreren tausend Euro eine riesige Auswahl zwischen Fotoapparaten unterschiedlichster Ausstattung hat. Der Preisverfall, die leichte Bedienung und die immer besser gewordene Bildqualität lassen Fotoapparate ganz oben auf den Weihnachtswunschlisten erscheinen. Doch nach welchen Kriterien sind bei der Auswahl des richtigen Modells wichtig und was bietet der aktuelle Markt zur Auswahl? Man unterscheidet zwischen Kompaktkameras und Digitalen Spiegelreflexkameras. Beim Kamerakauf sollte man nicht nur auf die Zahl der Megapixel schauen: Die Bildsensoren sind mit der Erhöhung der Auflösung nicht mitgewachsen, so dass immer mehr Pixel auf eine gleichbleibend kleine Fläche gepresst werden, was zu Lasten der Bildqualität geht. Acht bis zehn Megapixel sind für die Ansprüche des Hobbyfotografen völlig ausreichend, Abzüge in DIN A3 sind damit problemlos möglich. Ein viel größeres Augenmerk sollte auf die Bildqualität des Sensors sowie die Ausstattung und Bedienung der Kamera gelegt werden. Eine gute Kamera sollte zunächst über ein hoch auflösendes Display verfügen, um auch bei Sonneneinstrahlung das Foto ausreichend beurteilen zu können. Gerade den kleinen, handlichen Kompaktkameras fehlt der optische Sucher, so dass man ausschließlich mit dem Display fotografieren kann. Bei 3 Zoll Größe ist eine Auflösung von 930.000 Pixeln optimal. Eine gute Kamera besitzt einen zuschaltbaren optischen Bildstabilisator, um auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen verwacklungsfreie Fotos aufnehmen zu können. Außerdem sollte das Objektiv auch den Weitwinkelbereich abdecken, auf einen Mindestwert von 24mm sollte geachtet werden. Ein Zoomobjektiv, welches gleichzeitig im Telebereich bis 80 oder 120mm fokussiert, deckt einen großen Aufnahmebereich ab. Man sollte darauf achten, dass die Kamera ein optisches Zoom besitzt, weil das digitale Zoom nur eine Ausschnittvergrößerung vornimmt, welche zu Lasten der Bildqualität geht. Der Autofokus verfügt bei einer guten Kamera über eine so genannte Gesichtserkennung, die automatisch den Schärfebereich auf die Gesichter von Personen legt und so den Blick des Betrachters darauf lenkt. Zahlreiche Motivprogramme für viele fotografische Gelegenheiten sollten zudem dem Fotografen die Einstellarbeit vornehmen, was vor allem bei schnellen Schnappschüssen dazu führen kann, dass man den besten Moment verpasst. Darüber hinaus müssen jedoch manuelle Einstellmöglichkeiten für die wichtigsten Parameter vorhanden sein. Die Frage, ob man sich für eine Kompaktkamera oder eine Digitale Spiegelreflex entscheiden soll, entscheidet sich im Preis und in der Verwendungsabsicht: Kompaktkameras mit der beschriebenen Ausstattung gibt es ab 149€ von allen führenden Herstellern (z.B. Casio, Pentax, Sony, Panasonic, Canon). Die Modelle sind klein, leicht und man hat eine breite Auswahl in Farbe und Stil. Der Einstieg in die Spiegelreflexfotografie kostet knapp unter 400€ (z.B Canon EOS 1000D). Die Modelle sind größer und schwerer, dafür aber flexibler in ihren Möglichkeiten. Die Bildqualität unterscheidet sich in der Schärfentiefe, welche bei der Spiegelreflexkamera variiert werden kann und bei einem kompakten Modell immer scharf gestellt ist. |